Kuba - Die andere Karibik

 

Beim Namen Kuba schießen jedem von uns Bilder von paradiesischen Palmenstränden, Oldtimern, Cocktails, Zigarren, rauschenden Salsa-Festen und den alten Musiklegenden des Buena Vista Social Club durch den Kopf.

 

Kein Wunder, schöpft die Tourismusindustrie doch reichlich aus diesem Klischee-Pool. Natürlich gibt es das Kuba der Werbeprospekte, doch vor Ort zeigt sich die Karibikinsel wesentlich vielfältiger. Hier findet jeder, was er sucht.

 

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Das Buch

Die abwechslungsreichste Insel der Karibik wird bei Individualtouristen immer beliebter. Das neue, 588 Seiten starke Stefan Loose Travel Handbuch Kuba stellt daher nicht nur die Highlights detailliert vor, sondern lädt auch dazu ein, das Land abseits der ausgetretenen Pfade zu entdecken: Z. B. bei Wanderungen durch die Regenwälder des Humboldt-Nationalparks oder des höchsten Gebirges Sierra Maestra mit Fidel Castros ehemaligem Rebellenstützpunkt. Bei Radtouren entlang der schönsten Routen der Insel. Bei einem Bummel durch die erstaunlich untouristischen Kolonialstädte Sancti Spíritus und Bayamo. Oder ganz entspannt an den Playas del Este, die dem Traumstrand von Varadero kaum nachstehen, aber deutlich mehr Kubaner als Touristen anziehen.

 

Fundierte und interessant geschriebene Kapitel zu Geschichte, Gesellschaft, Ökologie, Politik, Wirtschaft und Kultur machen das Buch zum kompakten Nachschlagewerk und helfen dem Leser, den komplexen Alltag des Landes besser zu verstehen und ökologisch und sozial verantwortungsbewusst zu reisen. Dazu kommen zahlreiche spannende und amüsante Exkurse, z. B. zu legendären Geschichten, Kubas Sportwelt, der US-Basis Guantánamo, der Weltrekordkuh Ubre Blanca und dem „deutschen“ Inselchen Cayo Ernst Thälmann.

 

Der riesige Fundus an reisepraktischen Informationen umfasst Tipps für jeden Reisetyp und Geldbeutel: Teilnehmer einer Rundreise können auch mal aus dem Programm ausbrechen und die Hotelkost durch einen kulinarischen Ausflug in ein Privatrestaurant (paladar) bereichern. Wer komfortabel und trotzdem günstig wohnen möchte, findet zahlreiche Adressen von freundlichen Privatvermietern und kann dort in den kubanischen Alltag eintauchen. Selbstfahrern leisten die Straßenkarten im Anhang gute Dienste. Unabhängige Traveller finden unzählige Transportinfos von Bus- und Flugverbindungen bis hin zu aufregenden Eisenbahn-, Lastwagen-, Pferdekutschen- und Oldtimerfahrten. Abenteuerlustige auf der Suche nach dem authentischen Kuba kommen auf Straßenfesten, beim Essen am Stand oder beim Einkauf auf lebhaften Bauernmärkten voll auf ihre Kosten. Wohin es einen auch verschlägt: Viele detailgenaue Karten und Stadtpläne sorgen dafür, dass man unterwegs nicht die Orientierung verliert. Ein kleiner Sprachführer hilft, sich auch kommunikativ durchzuschlagen.

 

Derart gerüstet, kann sich auch der „Kuba-Neuling“ ins Reiseabenteuer stürzen. Und da niemand weiß, wie viel von ihrem traditionellen Charme sich die Insel nach den Castro-Brüdern und einer eventuell bald einsetzenden Welle von US-Touristen bewahren kann, bleibt eigentlich nur noch ein letzter Tipp: besser heute als morgen aufzubrechen. Vamos a Cuba!

 

Liebe Leser: Ich freue mich sehr über Feedback zum Reiseführer. Ein so umfangreiches Buch lebt stark von den Anregungen und Tipps der Leser, und kann nur durch ihre Unterstützung auch in Zukunft aktuell, ausgewogen und informativ bleiben. Daher bitte ich sie, mir interessante Neuigkeiten und auch Veränderungen von Telefonnummern, Adressen, Öffnungszeiten und Preisen mitzuteilen. Vielen Dank im voraus! Ich wünsche allen eine erlebnis- und erkenntnisreiche Zeit in Kuba!

 

Der Autor

Dirk Krüger, Jahrgang 1971, ist Diplomgeograf, Historiker/Politologe (MA) und Wissenschaftsredakteur. Seit Anfang der 90er Jahre bereist er zahlreiche lateinamerikanische Länder und verbindet dabei Reiseleidenschaft mit Interesse an gesellschaftspolitischen und ökologischen Themen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die sozial- und kulturhistorische Entwicklung des Tourismus, die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Lateinamerikas und die sozialen Bewegungen des „Linksrucks“. Seine Diplomarbeit schrieb er über die Wirtschaftsreformen Kubas seit den 1990er Jahren, während die Magisterarbeit Reiseberichte über Kuba seit den 1980er Jahren aus tourismuskritischer Perspektive untersucht.

1994 lernte der Autor die Karibikinsel im Rahmen einer studentischen Solidaritätsbrigade erstmals kennen. Seither zieht es ihn immer wieder in dieses erstaunliche und hochinteressante Land mit seinen liebenswerten Menschen. Vor Ort ist er oft „a lo cubano“ (mit Rad, Mofa und öffentlichen Verkehrsmitteln) unterwegs, um dem lebendigen Alltag der Kubaner möglichst nahe zu kommen.