Laos

von Jan Düker

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Das unentdeckte Asien

Die Zeit, als selbst Weitgereiste Laos nur mit Mühe auf der Weltkarte fanden, ist vorbei. Seit sich das kleine Land am Mekong Anfang der 90er Jahre für den Tourismus geöffnet hat, kommen jedes Jahr mehr Besucher. 2005 überschritt ihre Zahl erstmals die magische Millionengrenze. Die Besucher erwartet ein Land, das gerade dabei ist, sich neu zu finden, ein Land, in dem der Lebensrhythmus der Bewohner Bilder vom alten Asien wachruft, während Handys, Internet-Cafés und Satelliten-Schüsseln Einzug halten.

 

 

Die große Mehrheit der Laoten lebt noch immer so wie ihre Vorfahren: Vielerorts prägen hölzerne Pfahlbauten und saftig grüne Reisfelder das Bild, etliche Klöster und Tempel zeugen von der wichtigen Rolle des Buddhismus.

Historisch gesehen gehört Laos zu einer unruhigen Region: Im Herzen des kontinentalen Südostasiens gelegen, musste es sich jahrhundertelang gegen die Expansionsgelüste der großen Nachbarn China, Vietnam, Thailand, Birma und Kambodscha zur Wehr setzen, bevor es von den Franzosen im 19. Jahrhundert zum Anhängsel Französisch-Indochinas gemacht wurde.

Die USA überzogen das Land in den 60er und 70er Jahren mit einem Bombenkrieg, der 1975 mit der so genannten „sanften Revolution“ endete. Zwar riegelten die Kommunisten Laos in der Folgezeit hermetisch vom Westen ab, doch blieben den Laoten blutige gesellschaftliche Umwälzungen wie etwa in Kambodscha erspart. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks verfolgt die laotische Führung einen Reformkurs, der die Wirtschaft langsam wieder in Schwung bringt, aber bislang nicht viel daran geändert hat, dass Laos zu den unterentwickeltsten Ländern Südostasiens zählt.

Wer sich heute in den kleinen Staat am Mekong aufmacht, erlebt ein Land, das sich trotz seiner wechselvollen Geschichte eine reiche Kultur und Natur bewahrt hat. Die meisten Besucher kommen, um Luang Prabang zu sehen, die älteste intakte Tempelstadt Südostasiens. Hier zeugen mehr als 30 Klöster von der einstigen Pracht des ersten laotischen Großreiches Lane Xang. Aber Laos hat noch viel mehr zu bieten: verwitterte Kolonialarchitektur, malerische Flusslandschaften, Karstkegel und eine ethnische Vielfalt, die in Südostasien ihresgleichen suchen. In einigen der 22 Naturschutzgebiete wird seit kurzem ein sanfter Tourismus gefördert, der es Reisenden ermöglicht, bislang unberührte Natur zu erkunden.

Der fehlende Zugang zum Meer und eine schlechte Infrastruktur haben dafür gesorgt, dass Laos vom Massentourismus verschont geblieben ist. Mit seinen freundlichen Menschen, der hervorragenden Küche und der abenteuerlichen Art des Reisens ist es ein Paradies für Traveller, in dem es noch vieles zu entdecken gibt. 

 

Das Buch

Laos ist mit seinen rauen Karstbergen, reißenden Flüssen und dichtem Dschungel ein ideales Ziel für Individualreisende. Dem trägt das neue, 528 Seiten starke Stefan Loose Travel Handbuch Laos (7., vollst. überarbeitete Auflage 10/ 2016) in bewährter Weise Rechnung. Ob Trekking im bergigen Nordosten, eine Fahrradtour durch die Karstkegel Vang Viengs oder ein Rundgang durch die alte Tempelstadt Luang Prabang – in diesem Reiseführer findet jeder, was er sucht.Um alle Informationen zusammenzutragen, waren Jan Düker und sein Team mehrere Monate lang vor Ort unterwegs, testeten Unterkünfte, Restaurants, Routen, Touranbieter und Verkehrsverbindungen. Herausgekommen ist ein kompaktes Nachschlagewerk mit 1200 kommentierten Adressen und 60 Karten, mit dem die Reise auf eigene Faust zum Kinderspiel wird.

Natürlich sind auch die neuen Entwicklungen in den Laos-Reiseführer eingeflossen: etwa die abenteuerlichen „Ökotreks“, die in einigen der 22 Naturschutzgebiete angeboten werden; oder der Elefantenturm in Ban Na, von dem aus Besucher vor den Toren der Hauptstadt wilde Dickhäuter beobachten können; und nicht zuletzt das innovative Naturschutzprojekt „The Gibbon Experience“, das seine Gäste in drei Baumhäusern in den luftigen Kronen von Urwaldriesen unterbringt, wo sie dem Gesang der Weißwangengibbons lauschen können.Und wer glaubt, in einem Land ohne Strand könne man nicht richtig ausspannen, sollte die idyllischen Mekonginseln im Süden ansteuern, einen Ort, der nicht umsonst das „Tahiti von Laos“ genannt wird.

 

Das Mehr zu Laos: Das ganz Besondere der Loose-Bücher ist die Online-Community. Alle zusammen machen wir dieses Buch doppelt gut.

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Die Autoren

Jan Düker  Es muss ein Gen für Reiselust geben. Davon ist Jan Düker spätestens seit 1990 überzeugt, als es ihn zum ersten Mal nach Südostasien zog. Seitdem packt er jedes Jahr seinen Rucksack, um für einige Wochen oder Monate zu verschwinden. Seine Reisen führten ihn auch nach China, Japan, Taiwan, Kanada, in die USA, die Karibik, Neuseeland, Russland und ins südliche Afrika. Doch sein Lieblingsziel bleibt Südostasien. Laos lernte der gebürtige Hamburger nach seinem Geschichtsstudium 1998 kennen.  Die Idee zu einem Reiseführer über dieses liebenswerte Land entstand nur wenige Monate später gemeinsam mit Stefan Loose. Seit 2001 arbeitet der gelernte Journalist als Autor und Lektor für die Stefan Loose Reihe. Er ist auch Herausgeber des Stefan Loose Travel Handbuchs Südostasien.

 

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Autor:
Jan Düker

Ausstattung:
528 S., 60 zweifarb. Karten u. Pläne mit allen Infos aus dem Text, 16-seitiger Reiseatlas, Tipps für Motorrad-, Fahrrad- und Bootstouren, Museumsführer, Sprachführer, Literaturtipps, Glossar, Register

Format:
18,5 x 12,8 cm

Preis:

24,99 EUR
26,99 EUR

ISBN:
978-3-7701-6768-5