Neue Auflage: PHILIPPINEN

_bei Amazon anschauen (Anzeige)_

Neue Auflage: MAROKKO

_bei Amazon anschauen (Anzeige)_

Neue Auflage: BALKAN – DIE ADRIA-ROUTE

_bei Amazon anschauen (Anzeige)_

Neue Auflage: KROATIEN

_bei Amazon anschauen (Anzeige)_

Neue Auflage: PORTUGAL

_bei Amazon anschauen (Anzeige)_

Neue Auflage: INDONESIEN

_bei Amazon anschauen (Anzeige)_

Neue Auflage: SRI LANKA

_bei Amazon anschauen (Anzeige)_

Neue Auflage: VIETNAM

_bei Amazon bestellen (Anzeige)_

Forum » Asien » Laos

Spritversorgung bei Bike- oder Automiete


Autor Nachricht
Autor
Nachricht
Verfasst am: 20. 09. 26 [12:19:03]
Verfasst am: 20. 09. 26 [12:19:03]
RalfB
Themenersteller
Dabei seit: 08.01.2012
Beiträge: 84
Hallo Zusammen,
wir möchten im Februar in den Süden von Laos inkl. Thakhek- und Pakse-Loop. Der Klassiker ist natürlich Motorbike leihen, aber ich prüfe gerade Automiete in Vientiane. Hat da jemand Erfahrung? Aktuell habe ich einige Hinweise gesehen, dass es Probleme mit der Spritversorgung gibt, auch bei geringen Mengen für Bikes auf den Loops. In den google-Bewertungen zu den Bikeverleihern findet sich nichts dazu. Laos hat keine eigenen Raffinerien und ist auf die Versorgung durch Nachbarländer angewiesen. Ist jemand vor kurzem da gewesen und hat Infos dazu?
Vielen Dank! Grüße Ralf
RalfB
Themenersteller
Dabei seit: 08.01.2012
Beiträge: 84
Hallo Zusammen,
wir möchten im Februar in den Süden von Laos inkl. Thakhek- und Pakse-Loop. Der Klassiker ist natürlich Motorbike leihen, aber ich prüfe gerade Automiete in Vientiane. Hat da jemand Erfahrung? Aktuell habe ich einige Hinweise gesehen, dass es Probleme mit der Spritversorgung gibt, auch bei geringen Mengen für Bikes auf den Loops. In den google-Bewertungen zu den Bikeverleihern findet sich nichts dazu. Laos hat keine eigenen Raffinerien und ist auf die Versorgung durch Nachbarländer angewiesen. Ist jemand vor kurzem da gewesen und hat Infos dazu?
Vielen Dank! Grüße Ralf
Verfasst am: 23. 09. 26 [09:34:08]
Verfasst am: 23. 09. 26 [09:34:08]
M.Markand
Dabei seit: 30.05.2008
Beiträge: 299
Hallo Ralf,

Ich war vor einigen Monaten in Laos und habe selbst erlebt, wie sich vom Frühjahr nach der Sperrung der Straße von Hormus die Treibstoffversorgung in Laos dramatisch verschärft hatte. Lange Schlangen an den Tankstellen, manchmal gar kein Sprit, wir wären selbst fast auf dem Highway liegengeblieben.

Laos importiert seinen Kraftstoff tatsächlich fast vollständig aus dem Nachbarland Thailand. Als Thailand infolge des globalen Hormus-Schocks seine Exporte zeitweise aussetzte, um die eigenen Bestände zu sichern, brachen die Lieferketten nach und in Laos rasant zusammen. Das führte zu enormen Engpässen und Panikkäufen: Zeitweise mussten über 40 Prozent der Tankstellen im Land schließen. Als neue Lieferungen eintrafen, waren sie oft innerhalb eines Tages, teils in wenigen Stunden, ausverkauft. Die staatlich regulierten Preise sind drastisch gestiegen, wobei sich Diesel zeitweise um fast 50 Prozent verteuerte. Bis heute ist die prekäre Treibstoffversorgung ein zentrales Thema der laotischen Regierung.

Für deine Reiseplanung gibt es deshalb einige Unsicherheiten:

-> Mietwagen ab Vientiane (besonders Diesel):
Die meisten Pick-ups und SUVs der Autovermietungen fahren mit Diesel. Da der gesamte Schwerlast-, Landwirtschafts- und Busverkehr des Landes auf Diesel angewiesen ist, sind die Engpässe hier am gravierendsten. Von der Anmietung eines Diesel-Fahrzeugs für die lange Fahrt in den Süden ist derzeit dringend abzuraten, da das Risiko, auf der Route 13 South wegen Treibstoffmangels tagelang zu stranden, unkalkulierbar ist.

-> Motorroller auf den Loops (Benzin):
Auch hier ist die Lage hochgradig unzuverlässig. Während man früher problemlos auf den Verkauf von Benzin in Plastik- oder Glasflaschen in kleinen Dörfern zählen konnte, sind diese lokalen Reserven durch den landesweiten Mangel stark geschrumpft. Zudem haben die Behörden das Abfüllen in Wasserflaschen zur Vermeidung von Hamsterkäufen offiziell verboten.

-> Planungssicherheit vor Ort:
Die Motorradverleiher in Thakhek und Pakse (wie Wang Wang oder Miss Noy) können aktuell keine verlässlichen Prognosen für die lückenlose Versorgung auf den abgelegeneren Streckenabschnitten (wie dem östlichen Teil des Thakhek-Loops oder dem großen Bolaven-Loop) abgeben.

Fazit:
Aktuell sollte man weite Überlandfahrten mit eigenen oder gemieteten Fahrzeugen grundsätzlich vermeiden. Es ist schwer zu sagen, wie die Lage nächstes Jahr im Februar aussieht – ich will hier auch keine Vermutungen über die weitere Entwicklung in der Golfregion anstellen – aber ich persönlich würde das Selbst-Fahren jetzt mal nicht als feste Größe einplanen.

Aber du kannst es natürlich trotzdem versuchen:
Per Inlandsflug oder mit dem Bus nach Pakse (Transportunternehmen werden beim Kraftstoff oft bevorzugt beliefert). Und dann vor Ort bei den lokalen Verleihern tagesaktuell nachfragen, ob Ausflüge auf die Loops angesichts der aktuellen Belieferung der regionalen Zapfsäulen verantwortbar sind.

Have a good trip!
Mark

M. "maq" Markand - Stefan Loose Travel Autor (Myanmar, Vietnam, Thailand, Kambodscha)
Webmaster stefan-loose.de
M.Markand
Dabei seit: 30.05.2008
Beiträge: 299
Hallo Ralf,

Ich war vor einigen Monaten in Laos und habe selbst erlebt, wie sich vom Frühjahr nach der Sperrung der Straße von Hormus die Treibstoffversorgung in Laos dramatisch verschärft hatte. Lange Schlangen an den Tankstellen, manchmal gar kein Sprit, wir wären selbst fast auf dem Highway liegengeblieben.

Laos importiert seinen Kraftstoff tatsächlich fast vollständig aus dem Nachbarland Thailand. Als Thailand infolge des globalen Hormus-Schocks seine Exporte zeitweise aussetzte, um die eigenen Bestände zu sichern, brachen die Lieferketten nach und in Laos rasant zusammen. Das führte zu enormen Engpässen und Panikkäufen: Zeitweise mussten über 40 Prozent der Tankstellen im Land schließen. Als neue Lieferungen eintrafen, waren sie oft innerhalb eines Tages, teils in wenigen Stunden, ausverkauft. Die staatlich regulierten Preise sind drastisch gestiegen, wobei sich Diesel zeitweise um fast 50 Prozent verteuerte. Bis heute ist die prekäre Treibstoffversorgung ein zentrales Thema der laotischen Regierung.

Für deine Reiseplanung gibt es deshalb einige Unsicherheiten:

-> Mietwagen ab Vientiane (besonders Diesel):
Die meisten Pick-ups und SUVs der Autovermietungen fahren mit Diesel. Da der gesamte Schwerlast-, Landwirtschafts- und Busverkehr des Landes auf Diesel angewiesen ist, sind die Engpässe hier am gravierendsten. Von der Anmietung eines Diesel-Fahrzeugs für die lange Fahrt in den Süden ist derzeit dringend abzuraten, da das Risiko, auf der Route 13 South wegen Treibstoffmangels tagelang zu stranden, unkalkulierbar ist.

-> Motorroller auf den Loops (Benzin):
Auch hier ist die Lage hochgradig unzuverlässig. Während man früher problemlos auf den Verkauf von Benzin in Plastik- oder Glasflaschen in kleinen Dörfern zählen konnte, sind diese lokalen Reserven durch den landesweiten Mangel stark geschrumpft. Zudem haben die Behörden das Abfüllen in Wasserflaschen zur Vermeidung von Hamsterkäufen offiziell verboten.

-> Planungssicherheit vor Ort:
Die Motorradverleiher in Thakhek und Pakse (wie Wang Wang oder Miss Noy) können aktuell keine verlässlichen Prognosen für die lückenlose Versorgung auf den abgelegeneren Streckenabschnitten (wie dem östlichen Teil des Thakhek-Loops oder dem großen Bolaven-Loop) abgeben.

Fazit:
Aktuell sollte man weite Überlandfahrten mit eigenen oder gemieteten Fahrzeugen grundsätzlich vermeiden. Es ist schwer zu sagen, wie die Lage nächstes Jahr im Februar aussieht – ich will hier auch keine Vermutungen über die weitere Entwicklung in der Golfregion anstellen – aber ich persönlich würde das Selbst-Fahren jetzt mal nicht als feste Größe einplanen.

Aber du kannst es natürlich trotzdem versuchen:
Per Inlandsflug oder mit dem Bus nach Pakse (Transportunternehmen werden beim Kraftstoff oft bevorzugt beliefert). Und dann vor Ort bei den lokalen Verleihern tagesaktuell nachfragen, ob Ausflüge auf die Loops angesichts der aktuellen Belieferung der regionalen Zapfsäulen verantwortbar sind.

Have a good trip!
Mark

M. "maq" Markand - Stefan Loose Travel Autor (Myanmar, Vietnam, Thailand, Kambodscha)
Webmaster stefan-loose.de



Bitte beachten Sie unsere Regeln (Stand: 29.1.2021)

Hier geht's zur Anmeldung für neue Benutzer