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Ngwe Saung Beach
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Basierend auf 1 Bewertungen
Die "Twin Pagoda" am Strand von Ngwe Saung (Foto: Mark Markand)
(Bild anklicken zum Vergrößern/Bildergalerie.)
Von: mhpetrich
Der "Silberne Strand", Ngwe Saung, zählt mit Ngapali zu den schönsten Stränden Birmas. Seit seiner offiziellen Eröffnung im Jahr 2000 reihen sich mehrere Resorts entlang des über 14 km langen Strandes. Außerhalb der Unterkünfte steckt die touristische Infrastruktur noch in den Kinderschuhen. Bird Island empfiehlt sich zum Tauchen und Love Island am Südende des Strandes zum Schnorcheln. Ansonsten bleibt nur der Besuch der Souvenirläden und Restaurants im Hauptort Ywama, das auch als "Ngwe Saung Village" bekannt ist. Die markante Twin Pagoda (Kyauk Maung Hna Ma), zwei auf einen Felsblock gebaute Stupas, ist ein beliebter Treff zum Sonnenuntergang. Auf halbem Weg nach Pathein gibt es noch ein kleines Elefantencamp mit einem halben Dutzend Dickhäutern.
 

Aktuelles vom Strand Ngwe Saung 2026

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Einst galt der Strand als Hochburg deutscher Touristen. Davon könnte es heute nicht weiter entfernt sein. Kaum jemand mehr kommt hierher, der nicht aus Myanmar stammt. 

Und so sind auch die Souvenirs, die Attraktionen und die Unterkünfte nahezu ausnahmslos auf Einheimische eingestellt.

Am Strand reiten sie an der Leine geführt gesittet in den Sonnenuntergang, andere lassen sich kreischend auf dem Banananeboot durchs Wasser ziehen und wieder andere brausen mit Quads über den Strand. Hinlegen und sonnen? Fehlanzeige. Sowas macht man hier nicht.

Schön fürs Foto (nachdem man den Müll weggeräumt hat), sind die beiden kleinen Felsen mit den kleinen Pagödchen, etwa 4 km südlich liegend. Ansonsten ist nicht viel zu tun. Abends kann es sich für Fans birmanischen Live-Musik lohnen, ein Bierchen zum Sonnenuntergang in der stylischen Brizo Beach Bar zu trinken. 

Eine der wenigen Anlagen, die man noch vorbuchen kann, ist das Soe Ko Ko Beach House. Nett hier, aber sehr teuer fürs Gebotene. Betreiber Koko Soe hat lange Jahre als Guide gearbeitet, ist fest verwurzelt im Ort und kann daher vieles möglich machen, was unmöglich erscheinen mag (etwa spontan Rückreisetickets an einem Feiertags-Ferienende-Sonntag besorgen :-)). Es gibt zudem ein gutes Frühstück.
Die meisten Unterkünfte kann man entweder gar nicht mehr bewohnen (da sie keine Lizenz für Ausländer besitzen) oder sie nur telefonisch oder per Mail kontaktieren. 

Unbedingt abraten möchte ich vom Dream House, im "aktuellen" Loose noch beworben. Die Zimmer sind ziemlich verwahrlost und oft niemand vor Ort. 

Das Personal vieler Anlagen kommt übrigens aus Ngapali. Dort ist Krieg und alles zu und da dort viele sehr gut ausgebildet wurden, haben sie überall im Land - vorneweg scheint es hier - neue Jobs gefunden.

Gute Currys gibt es im Eckrestaurant ganz im Süden der Strandstraße, wo diese  sich nach links wendet (rechts geht es von hier weiter zum eher weniger lohnenden Nachtmarkt). GPS: 16.858008, 94.389389.

Derzeit fahren noch keine Nachtbusse hierher und so kommen die meisten am Freitag Mittag gegen 13-14 Uhr aus Yangon mit einem der zahlreichen VIP-Busse hier an (Abfahrt ist dort gegen 5 Uhr morgens). Zurück fahren diese besseren Busse dann mittags. Früh morgens gibt es auch Fahrgelegenheiten zurück nach Yangon, doch sind diese etwas einfacher (ein normaler Bus eben).

Nach Chaungtha kann man übrigens auch fahren. Wir haben darauf verzichtet, denn tatsächlich begeisterte mich das Stranderlebnis schon am Ngwe Saung, der als der schönere der beiden gilt, eher weniger. 

Ich bin verwöhnt - zugegeben - und wer unbedingt an den Strand will, kann Chaungtha oder den Ngwe Saung besuchen. Aber die lange Fahrt von jeweils  7-8 Stunden war es meiner Ansicht nach nicht wert.

Abenteuerlustige können allerdings hier noch erleben: Sie mieten sich ein Moped und fahren Richtung Gwa - irgendwann darf man nicht weiter, denn dann käme man auf Arakan-Army-Boden. Doch bis es soweit ist, durchfährt man eine spannende Strecke und muss immer wieder mit schmalen kleinen Fähren Wasserläufe überwinden. Das macht durchaus Spaß und ist ein etwas anderes Stranderlebnis.
Von: A. Markand 04.03.2026

Wir sind die Markands, genauer Mark und And(rea). Myanmar war unser erster Loose - und ein besseres Loose-Land können wir uns bis heute nicht vorstellen: viele Familienbetriebe, wenige richtig ausgetretene Pfade und viel zu entdecken. Hier kann man Eintauchen in den Alltag der Menschen. Neues sehen und erleben, was man so bisher nicht kannte. Und das ist trotz allen Trubels und zeitweiliger Touristenschwemme und auch dem wirtschaftlichen Fortschritt (und dem damit einhergehenden Einfluss moderner Kulturgüter) noch immer so. Über all die Jahre die wir hierherfahren staunen wir immer wieder über den Lebensmut und die Freundlichkeit der Menschen. Über die Fähigkeit Umstände zu ertragen und sich damit zu arrangieren. Irgendwie kommt man immer etwas anders zurück aus diesem Land, als man hinfuhr. Man stellt Gewohntes in Frage und ändert den Blickwinkel auf die Welt.

Wir hoffen, dass unser Loose-Buch euch gewohnt gut begleitet, wenn wir alle wieder in dieses aufregende Land fahren können. Und wir hoffen auf eurer Feedback. Wer schon mal in Myanmar war, der weiß: Einfach mal schnell alles abfahren oder online nachrecherchieren ... das geht nicht. Reisen ist hier trotz vielen Fortschritts in den letzten Jahren, noch immer beschwerlicher und langsamer als anderswo. Aber wir geben unser Bestes euch aktuell zu informieren und hoffen, ihr nutzt diese Plattform und informiert euch auch gegenseitig. 

Martin Petrich

Ich (Martin H. Petrich) fühle mich mittlerweile etwas alt, wenn ich die jungen Leute mit ihren Smartphones auf einer der Rooftop-Bars Yangons sehe. Schließlich sind es schon über 25 Jahre seit meinem ersten Besuch in Myanmar. Damals schickte ich noch Telegramme (in Wikipedia steht, was das ist) in die Heimat und wackelte auf dem Dach betagter Pick-ups durch die Landschaft. Seit 2014 lebe ich die meiste Zeit in diesem wunderbaren Land und bin von den Menschen begeistert wie am ersten Tag. Was mich sonst noch so anzieht? Die breite Palette von Strand bis schneebedeckte Berge, von glitzernden Pagoden bis bröckelnde Fassaden. Und dann gibt es noch so endlos viel zu entdecken. Die Corona-Zeiten sind indes extrem hart für die Menschen. Vor allem der Tourismus leidet wie überall in der Welt massiv. Beispielsweise haben schon viele Kutscher von Bagan ihre Pferde verkaufen müssen, um zu überleben. Lokale Guides nähen jetzt Kleider, verkaufen Artikel online oder arbeiten im Feld ihrer Familie. Viele meiner Freunde wissen nicht, wie sie über die Runden kommen können. Hier an dieser Stelle berichte aus ich, was sich touristisch in Myanmar so tut. Und ich lese natürlich auch gerne von Euch.

... nur in diesem Buch:

Reiseführer Myanmar
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