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Yangon
86.3%
Basierend auf 4 Bewertungen
Viele Bauten aus der Kolonialzeit zieren das Stadtbild von Yangons Altstadt.
(Bild anklicken zum Vergrößern/Bildergalerie.)
Von: M.Markand
Yangon - früher auf Deutsch in Anlehnung ans englische Rangoon auch Rangun genannt - war einmal die Hauptstadt von Myanmar (zu Deutsch: Birma), bis die Regierung sich 2006 eine neue Hauptstadt baute: Nay Pyi Taw.  

"Gefühlte Hauptstadt" ist Yangon aber immer noch. Hier steht die berühmte Shwedagon-Pagode; die höchste des Landes, edelsteingeschückt; mit vielen Tonnen Gold überzogen - Wahrzeichen der Stadt und Symbol des Landes.

In der quirligen Altstadt downtown am Fluss kann man den birmanischen Alltag am intensivsten erleben: Verwitternde Kolonialbauten, Straßenstände, qualmende Busse, Löcher im Gehweg - und mitten drin, erhaben, die Sule-Pagode als Zentrum des Viertels. Lohnend ist auf jeden Fall ein Einkaufsbummel über einen der Märkte, z.B. den Bogyoke Markt, Treffpunkt aller Yangon-Touristen. Intensiveres Erleben garantieren allerdings die kleinen Straßenmärkte, die je nach Tageszeit aufgebaut werden.
 

Tipps für Yangon 2026: Hotel, Transport, SIM-Karte und Geld tauschen

100%
Vorab: Da ich nur erfahrenen Myanmar-Reisenden rate, derzeit das Land zu besuchen, beschränke ich mich auf wesentliche Tipps, die ihr eher als Hinweise lesen könnt, die aber kein Update im vollumfänglichen Sinne mit Erklärungen usw. sein werden. 

Es macht Sinn, sich vor dem Flug nach Myanmar die Grab-App herunterzuladen. Selbst wenn der Schalter für SIM-Karten (wie bei uns) am Flughafen unbesetzt ist, kann man über das kostenfreie WLAN ein Grabtaxi ordern. Diese sind sehr viel günstiger als die Taxis vor Ort und der Fahrer weiß genau, wo es hingeht :-)

Die meisten von euch haben sicher noch ein paar Kyat übrig: Nehmt sie mit, denn dann müsst ihr nicht zu einem schlechten Kurs am Flughafen tauschen. Hier gibt's eine Wechselstube (schlechter Kurs) und ATM (sehr schlechter Kurs). Es macht Sinn, nur wenig zu tauschen (etwa 15-20 Euro). Das Grabtaxi kostet nach Downtown um die 30 000 Kyat.

Downtown kann man sich problemlos eine Sim-Karte besorgen (und aktivieren lassen) und auch Geld wechseln. Wie früher gibt es einen offiziellen Kurs und einen weniger offiziellen. Letzter ist fast doppelt so gut. Geht zu einem der Geschäfte mit Money Exchange und ignoriert die Schwarzmarkthändler, die euch "change money" zuraunen.

In Downton empfiehlt sich für eine geruhsame Nacht das G Hotel (nahe des Stadions) und somit nah am Abfahrtsort der Busse nach Ngwe Saung. Sehr ansprechend ist auch das Hotel Balmi in Chinatown-Downtown.  Die Preise sind sehr gut derzeit. Selbst Hotels wie das Strand, eine der nobelsten Adressen den der Stadt, sind erschwinglich geworden.

Essen: Noch immer eine gute Wahl sind der 999 Shan Noodle Shop, das New Delhi, und auch das Rangoon Teahouse und das Monsoon gibt es noch. Guten Kaffee findet man im Goethe-Café (hier sogar österreichischen Kuchen) und auch das Brooklyn (in der no. 140 Bogalay Zay St.) ist ein angenehmer Rückzugsort, wenn es einem doch etwas zu trubelig wird.

Von Yangon geht es mit Bus (und neuerdings wohl wieder auch manchmal auch mit der Bahn) Richtung Mandalay. Tages- und Nacht-Busse fahren nach Kalaw, Nyaung Shwe (Inle-See) und nach Bagan. Weitere Busse zudem frühmorgens nach Ngwe Saung (es soll wohl bald auch wieder Nachtbusse geben). Tickets bekommt man am Busbahnhof und den Schaltern am Stadion (nahe des Zugbahnhofes).

Last but not least: Mein Ausflugstipp für alle, die gerne Fahrradfahren oder sich auch gerne mal mit der Rikscha kutschieren lassen: Touren mit Uncharted Horizon (betrieben vom Österreicher Jochen) sind unbedingt empfehlenswert. Nicht unbedingt cheap cheap, aber wer will, dass alle Beteiligten fair bezahlt werden, nimmt das gerne in Kauf. Kontakt am besten online: http://uncharted-horizons-myanmar.com/.
Von: A. Markand 04.03.2026

Shwedagon-Pagode wieder zugänglich

80%
Die Shwedagon-Pagode, die aufgrund von Covid-19 nicht zugänglich war, ist nun wieder auf. Die ersten zwei Tage durften nur Mönche hinein, nun auch weitere Personen. Der Zugang ist limitiert und findet unter Coronaschutzbestimmungen statt.

Ob das alles so bleibt, wird sich zeigen. Denn leider kam es ja zu einem Militärputsch und wie die Situation ausgeht, ist unklar. Ich hoffe weiter, dass das Volk gewinnt. 

Infos zur Pagode (und viele aktuelle Artikel zum Tagesgeschehen) auf: https://www.mmtimes.com/news/bagan-shwedagon-pagodas-myanmar-reopen-line-covid-19-regulations.html
Von: A. Markand 09.02.2021

Infos aus Yangon

75%
Dr. Uli K. schreibt uns, dass es zwei der von uns empfohlenen Restaurants nicht mehr gibt. Und zwar das "the Phayre´s" in der Pansodan Str. (Nr. 4, Karte S. 143)  und das  "Suzuki Cafe Thai Food" in der Bokalay Zay Str.  (Nr. 35, Karte S. 144).
 
Das Vintage Luxury Yacht Hotel hat zudem seine Preise extrem gesenkt. Zumindest auf Onlineplattformen und in der Nebenensaison kommt man hier schon für knapp über US$40 unter.

Feedback gab uns Ulli K. auch zum Grab-App-Tipp: "Zu Seite 173: Die App Grab ist super, man sieht sogar genau, woher der Fahrer gerade fährt und wie lange es dauert, bis er kommt und wie lange es dauert, bis er sein Ziel erreicht. Auch der Preis steht vor Fahrtantritt schon fest.  Hier könnte noch der Hinweis stehen, sich unbedingt eine SIM-Karte für Myanmar zu kaufen". Diese Anregungen nehmen wir gerne an.
Von: A. Markand 30.05.2020

Wir sind die Markands, genauer Mark und And(rea). Myanmar war unser erster Loose - und ein besseres Loose-Land können wir uns bis heute nicht vorstellen: viele Familienbetriebe, wenige richtig ausgetretene Pfade und viel zu entdecken. Hier kann man Eintauchen in den Alltag der Menschen. Neues sehen und erleben, was man so bisher nicht kannte. Und das ist trotz allen Trubels und zeitweiliger Touristenschwemme und auch dem wirtschaftlichen Fortschritt (und dem damit einhergehenden Einfluss moderner Kulturgüter) noch immer so. Über all die Jahre die wir hierherfahren staunen wir immer wieder über den Lebensmut und die Freundlichkeit der Menschen. Über die Fähigkeit Umstände zu ertragen und sich damit zu arrangieren. Irgendwie kommt man immer etwas anders zurück aus diesem Land, als man hinfuhr. Man stellt Gewohntes in Frage und ändert den Blickwinkel auf die Welt.

Wir hoffen, dass unser Loose-Buch euch gewohnt gut begleitet, wenn wir alle wieder in dieses aufregende Land fahren können. Und wir hoffen auf eurer Feedback. Wer schon mal in Myanmar war, der weiß: Einfach mal schnell alles abfahren oder online nachrecherchieren ... das geht nicht. Reisen ist hier trotz vielen Fortschritts in den letzten Jahren, noch immer beschwerlicher und langsamer als anderswo. Aber wir geben unser Bestes euch aktuell zu informieren und hoffen, ihr nutzt diese Plattform und informiert euch auch gegenseitig. 

Martin Petrich

Ich (Martin H. Petrich) fühle mich mittlerweile etwas alt, wenn ich die jungen Leute mit ihren Smartphones auf einer der Rooftop-Bars Yangons sehe. Schließlich sind es schon über 25 Jahre seit meinem ersten Besuch in Myanmar. Damals schickte ich noch Telegramme (in Wikipedia steht, was das ist) in die Heimat und wackelte auf dem Dach betagter Pick-ups durch die Landschaft. Seit 2014 lebe ich die meiste Zeit in diesem wunderbaren Land und bin von den Menschen begeistert wie am ersten Tag. Was mich sonst noch so anzieht? Die breite Palette von Strand bis schneebedeckte Berge, von glitzernden Pagoden bis bröckelnde Fassaden. Und dann gibt es noch so endlos viel zu entdecken. Die Corona-Zeiten sind indes extrem hart für die Menschen. Vor allem der Tourismus leidet wie überall in der Welt massiv. Beispielsweise haben schon viele Kutscher von Bagan ihre Pferde verkaufen müssen, um zu überleben. Lokale Guides nähen jetzt Kleider, verkaufen Artikel online oder arbeiten im Feld ihrer Familie. Viele meiner Freunde wissen nicht, wie sie über die Runden kommen können. Hier an dieser Stelle berichte aus ich, was sich touristisch in Myanmar so tut. Und ich lese natürlich auch gerne von Euch.

... nur in diesem Buch:

Reiseführer Myanmar
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