Hier ein paar Infos zu Kletter-Touren in Chile:
Klettern im Torres del Paine:
Es gibt in Puerto Natales ein Hostal namens Erratic Rock. Dort erhält man alle aktuellen Infos und Topos zum Klettern im Park. Man benötigt eine Lizenz zum Klettern. Diese kann man nur in Puerto Natales bei der CONAF bekommen (umsonst!)! Gerne wird erzählt, es gäbe sie am Parkeingang. Das ist Quatsch, zumindest aktuell. Da der Parkeingang 140 km weg ist, ist dieser Fehler quasi auch irreparabel. Im Park wollen die Ranger tatsächlich die Lizenz sehen. Die sind da sehr genau. Man darf ohne noch nicht mal an den Fels ran, was extrem nervig ist.
Klettern kann man an den Torres selber sowie auch am Ende des Valle de Frances z.B. an der Haifischflosse uvm. Die Touren sind wohl weitestgehend clean, also auch ohne eingebohrte Stände. Dafür beginnt es angeblich schon beim Schwierigkeitsgrad 5+.
Klettern in Socaire (am Rand der Atacama-Wüste) ist tatsächlich einfach möglich. Der Spot - eine kleine Schlucht - liegt direkt an der Straße in einer signifikanten Haarnadelkurve ca. 7 km außerhalb von Socaire (Richtung Aguas Calientes, deutlich vor Miniques). Dort darf einfach ohne Lizenz geklettert werden. Es gibt eine Vielzahl von eingebohrten gut präparierten Routen. Trotzdem ist natürlich immer Vorsicht geboten, weil der Fels nicht an allen Stellen völlig kompakt ist. Man kann teilweise aber problemlos von oben einhängen und so sogar topropen.
In Antofagasta wäre es wichtig zu wissen, dass die Stadt sonntags (wie auch andere) völlig tot ist und fast nix geht, vor allem Geld wechseln geht nur an einem einzigen Ort im Zentrum ab ca. 11 Uhr. Am Flughafen kann nicht gewechselt werden.
Stefan M.-R.
Der Parque Nacional Torres del Paine (DER Publikumsmagnet im Süden und überhaupt von ganz Chile) ist nach dem Großbrand Ende Dezember wieder offen und zwar: Die Eingänge Serrano, Laguna Amarga, Sarmiento und Laguna Azul. Auf den im Buch beschriebenen Trekkingrouten W und O kann man kompett durchlaufen (war bis Ende Januar alles gesperrt).
Susanne Asal (Autorin)
Hier noch ein kleiner Tipp: Im Cajón de Maipó gibt es eine echt empfehlenswerte sehr schoene und gemuetliche Chocolateria. Sie heisst Luna Llena und die Adresse lautet Avenida Doce 087, El Manzano. Internet: http://www.cajondelmaipo.com/restaurant_luna_llena.php
Viele Gruesse
Daniela E.
In der eigentlich trockensten Wüste der Welt, der Atacama, kam es im Februar zu Überschwemmungen, was die Ausflugsmöglichkeiten um San Pedro de Atacama wesentlich einschränkte. Zurzeit sind viele Ziele nur mit dem 4x4 und mit Vorsicht zu erreichen, z.B. Miscanti und Meniques, Valle de la Luna, die Tatio Geysire, Banos de Puritama. Alle Passstraßen nach Argentinien und Bolivien (Jama, Sico, Ollagüe) sind geöffnet.
Seit Wochen richten sich Streiks und punktuelle Arbeitsniederlegungen gegen die Regierung. Die Leute gehen wegen hoher Arbeitslosigkeit, hohen Benzinpreisen und fehlenden Bildungsmöglichkeiten auf die Straße. Die Carabineros greifen mit einer Härte durch, die auch in den Meiden angegriffen wird. Die Reise in die patagonische Provinz erfordert zurzeit vom Gast ein wenig Flexibilität; es kommt immer wieder zu Straßenblockaden; leere Tankstellen sind an der Tagesordnung. Die Solidarität ist groß an der Carretera Austral, deren Knotenpunkte Coyhaique und Puerto Aysen (für die Kreuzfahrtschiffe und Fähren) sind.