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Myanmar
85.4%
Basierend auf 28 Bewertungen
Die Shwedagon-Pagode ist das wichtigste Heiligtum des Landes.
(Bild anklicken zum Vergrößern/Bildergalerie.)
Von: A.Markand
AKTUELLE INFOS ZUR LAGE IM LAND bietet der Post Spring Revolution. Hier gibt es immer mal wieder Infos für euch. 
BITTE HABT VERSTÄNDNIS, DASS WIR NICHT TAGESAKTUELL SEIN KÖNNEN UND FOLGT DEN LINKS ZU WEITEREN QUELLEN.

Hier im Myanmar-Update-Club – unserer digitalen Pinnwand – posten wir Tipps & aktuelle Infos. Klickt euch durch, lasst euch inspirieren. Ihr habt ein Buch? Dann nutzt die eXTras: Sie führen euch direkt zu weiterführenden Informationen. Einfach den eXTra-[code] im Buch aus der eckigen Klammer oben rechts auf der Webseite eingeben. Für alle, die mehr erfahren und aktiv mitmachen wollen: So funktioniert's

Myanmar - das "goldene Land" genannt wegen seiner unzähligen vergoldeten Stupas - ist das  Reise-Juwel in Südostasien. Lange war es hinterm Bambusvorhang verborgen; doch seit Mitte der 1990er Jahre kommen auch westliche Reisende hierher ... Viele kommen einmal und dann immer wieder. Es gibt hier wirklich so viel zu erleben, zu sehen und zu bestaunen, dass sich viele Reisen hierher lohnen.

Wir geben wir Euch Reisetipps, halten Infos zu Land und Leuten bereit – und machen einen Vorschlag für eine Reiseroute.

Yangon
Die Hauptstadt des Landes gehört unbedingt in die Reiseplanung. Auch wer große Städte nicht mag: Yangon ist anders und hat eine Chance verdient. Highlight hier ist die Shwedagon-Pagode und ein Streifzug durch die quirlige Downtown.

Ayeyarwady-Delta
Im Delta liegt das beschauliche Pathein und der beliebte kilometerlange Ngwe Saung Beach.

Nördlich von Yangon
Highlight der Region ist Bago mit seinen zahlreichen Tempeln. Auch die neue Hauptstadt  Nay Pyi Taw liegt hier; aber ob man die gesehen haben muss, ist allerdings umstritten.

Bagan und Umgebung
Ein "Muss" auf einer Reise nach Myanmar ist der Besuch von Bagan mit seiner riesigen Pagodenlandschaft. Und wer es sich leisten kann, steigt mit dem Ballon in die Luft und staunt von oben.

Mandalay 
Zahlreiche Pagoden und einziehende Moderne. Mandalay bietet all dies. Aber Vorsicht: die Stadt ist nicht unbedingt auf den ersten Blick sympathisch ... auf den zweiten aber durchaus.

Die Umgebung von Mandalay
Steinerne Hinterlassenschaften versunkener Königreiche umgeben die Stadt. Es lohnt sich hier ein paar Tage auf Entdeckungsreise zu gehen.

Der Nordosten
Das Bergdorf Kalaw ist Ausgangspunkt für die berühmte Wanderung zu Inle-See. Ist man einmal dort angelangt, dann sollte man unbedingt ein Boot besteigen und das Leben auf dem See erkunden. Auch die anderen Bergdörfer (und Städte) sind sehenswert, darunter Loikaw, Hsipaw und Kengtung.

Der Norden
Ganz im Norden fließen Mekha und Malikha zusammen und markieren so den Ursprung des mächtigen Ayeyarwady. Noch wenig bekannt, aber schön ruhig und angenehm, ist der Indawgyi-See und das Städtchen Bhamo.

Der Westen
Hier lockt vor alle der lange und breite Strand von Ngapali. Unbedingt sehenswert sind auch die Tempel von Mrauk U (derzeit leider oftmals off limits)

Der Süden
Es locken einsame Strände bei Dawei und vom Tourismus noch wenig beherrschte Städte wie Mawlamyaing. Hier gibt es wirklich noch viel zu entdecken.


 
 

Reisen nach Myanmar - Ja oder Nein?

80%
Wir waren gerade drei Wochen im Land und sind herumgereist, haben Eindrücke gesammelt und mit Menschen vor Ort gesprochen. 

Warum wir hingefahren sind? Weil wir dieses Land lieben und einige Freunde wiedersehen wollten. Wir wollten sehen, wie es ihnen geht. Wir wollten vor Ort erleben, riechen, fühlen und sehen, wie es sich derzeit lebt in Myanmar. Wir hatten zudem eine soziale Mission und so haben wir den Entschluss gefasst, genau 30 Jahre nachdem wir zum ersten Mal birmanischen Boden betraten, das Land der Pagoden wieder zu besuchen. Das letzte Mal waren wir vor Covid und dem Coup im Land – es wurde also Zeit.
 
Wir waren die ersten aus der Reiseführerschreibergilde, die den Blick wagten. Wie schon zu Beginn unseres Reiseführerschreiber-Lebens stellt sich bei Myanmar die Frage: Reisen oder nicht? Und wie einst sind die Meinungen der Menschen vor Ort gespalten - jeder findet Gründe für ein Ja und ebenso viele für ein Nein. 

Einige Fakten zur Reisesituation vorab:

Es gibt heute wieder so etwas wie Tourismus – ein klitzekleines bisschen. Wenn man den sozialen Medien glaubt, ist alles easy und safe. Ist es auch irgendwie, aber irgendwie auch wieder nicht. 

Vor Ort haben wir auf unserer Tour gerade mal knapp 10 andere westliche Reisende getroffen. 

Es ist möglich, in Myanmar eine interessante Route zu bereisen. Es gibt Flüge und Visa, zudem Busse und Hotels, die Ausländer befördern und beherbergen dürfen.

Allerdings kann man derzeit nur sehr eingeschränkt reisen. Möglich sind Besuche in Yangon, Bago, Mandalay, Pyin Oo Lwin, Bagan, Inle-See, Nyaung-Shwe und Kalaw. Wer an den Strand möchte, kann nach Chaungtha und nach Ngwe Saung. Für ein paar wenige andere Ziele, wie etwa den Goldenen Felsen bei Hpa-An, benötigt man eine Sondergenehmigung. Über Land geht es offiziell nur im Süden Thailands ab Ranong nach Kawthoung ins Land (und man darf dann auch nur hier wieder ausreisen). Ansonsten muss man über Yangon oder Mandalay ein- und ausfliegen. 

Fakt ist zudem: Die Lage ist unstabil, denn überall außerhalb dieses für uns Reisende augenscheinlich ruhigen Korridors ist Krieg. Daher wird vom Auswärtigen Amt auch eine Reisewarnung ausgesprochen, die man ernst nehmen sollte.


Ist Myanmar ein Reiseland für Jede und Jeden?

Ein klares Nein. Die erste grundsätzliche Frage, die man sich stellen sollte, wenn man mit dem Gedanken eines Besuches spielt: Bin ich mir bewusst, dass ich in ein Land in einer Ausnahmesituation reise, dass ein Fehlverhalten meinerseits möglicherweise Menschen in Gefahr bringt? Ist mir klar, dass ich nicht frei reisen kann, sondern mich nur auf vorgegebenen Pfaden bewegen darf? Wer die Birmanen kennt, weiß, sie kümmern sich und versuchen alles möglich zu machen. Daher sollte man nie drängen oder über Grenzen gehen wollen; es könnte Leben kosten.

Ganz wichtig ist für mich ist die Frage: Warum? Warum will ich dorthin? 

Alle, die schon mal in Myanmar waren, die also die besondere Lage im Land einschätzen können und die unbedingt noch einmal hinwollen, weil sie Land und Leute lieben: Macht es, die Menschen freuen sich uns zu sehen. Wir aus dem Westen sind Hoffnungsträger; machen Mut, an eine Zukunft zu glauben. 

Plant kurzfristig, bleibt flexibel und reist mit offenen Augen und Ohren. 

Allen, die Urlaub machen möchten, die Strand und Tempel entspannt genießen und sich verwöhnen lassen möchten – die also eine touristische, sichere Infrastruktur brauchen - rate ich hingegen entschieden ab. Sucht euch vorerst ein anderes Reiseland und wartet ab, was sich tut in Myanmar.

Wir werden ihm April in einem Podcast mit Faszination Südostasien über diese und andere Themen und Fragen zu Myanmar sprechen. Und auch an anderer Stelle wird es dann mehr Infos geben. Wir melden uns dazu natürlich auch auf diesem Kanal, wenn es soweit ist.

Wer sich von uns persönlich beraten lassen will, kann sich bei uns melden. Unter www.deine-reise.art findet ihr den entsprechenden Kontakt.
Von: A. Markand 28.02.2026

Aktuelle Lage

85%
Die Kämpfe zwischen Junta und Widerstandsgruppen halten an. Dennoch fliegen wieder einige Traveller nach Myanmar. Noch kann man nicht wieder einfach in jeden Bus steigen und nicht jedes Ziel ist bereisbar. Doch einige der wichtigsten Touristenspots sind offen, darunter Kalalw und der Inle See. Alle Teile des Landes, die in Hand der Junta sind, soll man bereisen können ... zumindest theoretisch. Wer vor Ort ist: Wir freuen uns über Infos und Eindrücke!
Von: A. Markand 13.12.2025

Militär hebt Ausnahmezustand auf ...

60%
... und ruft Wahlen aus. Ob diese wirklich im Dezember stattfinden ist noch unklar. 

Derzeit sieht es so aus, als würde das Militär Erfolge erzielen, aber auch da widersprechen sich die Quellen. 

Es heißt zudem, dass der Zugang zum Internet eingeschränkt wird (bzw. mt einem Dekret vom 31.7.2025 bereits wurde). Zudem gibt es die Ansage, dass jeder, der sich negativ über die Wahlen äußert, starfrechtlich belangt werden kann. Wenn ihr also weniger aus Myanmar hört in nächster Zeit, dann könnten diese beiden Informatonen der Grund sein. 

Wir beobachten die Situation. Es sind wieder vereinzelt Traveller unterwegs, Zumindest in den 40% des Landes, die vom Militär kontrolliert werden, ist dies ja eingeschränkt möglich. Wie weit die anstehenden Wahlen jetzt etwas änden, wird sich zeigen. Einfach mal hinfahren ist immer noch ganz klar keine gute Idee. Vielmehr sagen uns Freunde vor Ort; Sehr erfahrene Traveller kommen klar, alle anderen sollten eher noch abwarten. 

Mehr zum Thema unter anderem: https://www.kathpress.at/goto/meldung/2499380/junta-in-myanmar-hebt-ausnahmezustand-auf-und-ruft-wahlen-aus
Von: A. Markand 31.07.2025

Wir sind die Markands, genauer Mark und And(rea). Myanmar war unser erster Loose - und ein besseres Loose-Land können wir uns bis heute nicht vorstellen: viele Familienbetriebe, wenige richtig ausgetretene Pfade und viel zu entdecken. Hier kann man Eintauchen in den Alltag der Menschen. Neues sehen und erleben, was man so bisher nicht kannte. Und das ist trotz allen Trubels und zeitweiliger Touristenschwemme und auch dem wirtschaftlichen Fortschritt (und dem damit einhergehenden Einfluss moderner Kulturgüter) noch immer so. Über all die Jahre die wir hierherfahren staunen wir immer wieder über den Lebensmut und die Freundlichkeit der Menschen. Über die Fähigkeit Umstände zu ertragen und sich damit zu arrangieren. Irgendwie kommt man immer etwas anders zurück aus diesem Land, als man hinfuhr. Man stellt Gewohntes in Frage und ändert den Blickwinkel auf die Welt.

Wir hoffen, dass unser Loose-Buch euch gewohnt gut begleitet, wenn wir alle wieder in dieses aufregende Land fahren können. Und wir hoffen auf eurer Feedback. Wer schon mal in Myanmar war, der weiß: Einfach mal schnell alles abfahren oder online nachrecherchieren ... das geht nicht. Reisen ist hier trotz vielen Fortschritts in den letzten Jahren, noch immer beschwerlicher und langsamer als anderswo. Aber wir geben unser Bestes euch aktuell zu informieren und hoffen, ihr nutzt diese Plattform und informiert euch auch gegenseitig. 

Martin Petrich

Ich (Martin H. Petrich) fühle mich mittlerweile etwas alt, wenn ich die jungen Leute mit ihren Smartphones auf einer der Rooftop-Bars Yangons sehe. Schließlich sind es schon über 25 Jahre seit meinem ersten Besuch in Myanmar. Damals schickte ich noch Telegramme (in Wikipedia steht, was das ist) in die Heimat und wackelte auf dem Dach betagter Pick-ups durch die Landschaft. Seit 2014 lebe ich die meiste Zeit in diesem wunderbaren Land und bin von den Menschen begeistert wie am ersten Tag. Was mich sonst noch so anzieht? Die breite Palette von Strand bis schneebedeckte Berge, von glitzernden Pagoden bis bröckelnde Fassaden. Und dann gibt es noch so endlos viel zu entdecken. Die Corona-Zeiten sind indes extrem hart für die Menschen. Vor allem der Tourismus leidet wie überall in der Welt massiv. Beispielsweise haben schon viele Kutscher von Bagan ihre Pferde verkaufen müssen, um zu überleben. Lokale Guides nähen jetzt Kleider, verkaufen Artikel online oder arbeiten im Feld ihrer Familie. Viele meiner Freunde wissen nicht, wie sie über die Runden kommen können. Hier an dieser Stelle berichte aus ich, was sich touristisch in Myanmar so tut. Und ich lese natürlich auch gerne von Euch.

... nur in diesem Buch:

Reiseführer Myanmar
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